![]() |
|
| Interessengemeinschaft "Alte Kelter Helmsheim" e.V. | |
Gornja Radgona
|
|
Die Stadt Gornja Radgona (deutsch: Oberradkersburg) ist eine Stadt im Nordosten Sloweniens. Einst Schutzburg der heutigen Bezirkshauptstadt Bad Radkersburg am gegenüberliegenden Ufer der Mur in Österreich, wurde die gemeinsame Entwicklung mit dem Jahre 1919, als die Steiermark zwischen Österreich und Slowenien geteilt wurde, unterbrochen. Es entwickelte sich ein eigenes Stadtzentrum. Heute zählt die Stadt 3.203 Einwohner (2002) und Gemeinde 12.416 Einwohner. Die Gemeinde besteht aus 16 Ortschaften Gornja Radgona wird auch gerne als die Grenzstadt der Messen und des Schaumweins "Zlata radgonska penina" bezeichnet. Der Weinbau spielt eine große Rolle, die Gegend um Gornja Radgona ist von Weinbergen und Reben geprägt. In der Gemeinde Gornja Radgona findet man zahlreiche archäologische und Siedlungsgebiete und über 80 archäologische, ethnologische, historische und Architekturdenkmäler. Den einzigartigen Wert im slowenischen Raum erzeugt die einmalige Anzahl von Bildstöcken und zahlreiche kulturelle Denkmäler, die sich in jeder Siedlung befinden und von einer reichen historischen Vergangenheit dieses Gebietes zeugen. Die Kreuzigungs-Gruppe und die Steinreliefs in der Kirche von Radgona, die Schlösser in Gornja Radgona, im Dorf Negova und seiner Umgebung, das Spital in Gornja Radgona, die gotischen Bildstöcke auf dem Busbahnhof in Gornja Radgona, der pfeilerförmige Bildstock aus Stein auf Mele, die Fensterrose und die spätgotische Maria mit Kind in der Kirche in Apace und die Hallstatthelme aus Negova mit venetischer Inschrift. In Gornja Radgona kann man den mächtigen Champagner-Keller, den Keller "Unter dem römischen Rad" und den Keller "Unter dem Wasserfall" sowie das architektonisch für Slowenien einmalige Gebäude - das Stadtspital besichtigen. Wer sich direkt informieren
möchte, kann auch die aktuellen Informationen aus dem Web holen unter Quellen: WebSites zu Gornja Radgona
Die Partnerschaft Über eine
Städtepartnerschaft wurde in den Jahren 1999/2000 in Helmsheim von
verschiedenster Seite (Vereine, Bürger, Ortschaftsräte) diskutiert,
bestanden doch schon Städtepartnerschaften in Bruchsal zu
Cwumbran, Ste. Ménehould und Ste. Marie-aux-Mines.
Der Vorsitzende der ArGe „Alte Kelter“, Reinhard Schwedes, trug
dieses Anliegen der Verwaltungsspitze in Bruchsal vor. Über die slowenische
Botschaft in Berlin wurde ein Kontakt zwischen Inge und Günter Sautter und
Danijela Zula vermittelt, die ihrerseits die Verbindung zu Gornja Radgona
herstellte. Ein reger Briefwechsel zeigte viele Gemeinsamkeiten auf. Die Kontakte vertieften sich, gegenseitige Besuche waren schon die Regel. So kamen die Vertreter aus Slowenien zur Bruchsal-Woche im Februar 2002 mit einem eigenen Stand, um ihre Produkte vorzustellen. Auch konnten Kontakte zu Vertretern aus Cwumbran, Ste. Ménehould und Ste. Marie-aux-Mines geknüpft werden, den Partnerstädten Bruchsals und seiner Stadtteile. In den nächsten Jahren besuchten Handballer, die Feuerwehr, die Harmonikafreunde, der katholische Kirchenchor und immer wieder auch Einzelreisende aus Helmsheim die Stadt an der Mur. Im Gegenzug kamen die slowenischen Handballer wie auch die Feuerwehr zu Besuchen nach Helmsheim. Zum Kelterfest kam die Tanz- und Musikgruppe Tamburizza zu Besuch. Der jüngste Besuch der Feuerwehrjugend aus Helmsheim bei den Freunden in Slowenien liegt erst wenige Tage zurück. Um die Koordination und die Organisation zu verbessern und gezielt Ansprechpartner für alle Fragen zu haben, gründete sich im am 18 Juni 2003 der Freundeskreis Gornja Radgona, der sich auch eine Satzung mit den Zielen "Begegnungen und Freundschaften der Menschen über staatliche Grenzen hinweg zu fördern .... insbesondere dem Zweck, das gegenseitige Verständnis, die Zusammenarbeit und die Freundschaft zwischen den Einwohnern von Gornja Radgona und Bruchsal Helmsheim zu fördern und stetig auszubauen." Damit war ein weiterer Baustein zur Partnerschaft gesetzt. Die Besuche verfestigten sich. Zum 01. April 2004 wurde in Slowenien der Beitritt zur EU gefeiert, eine Delegation aus Helmsheim fuhr eigens zu diesem Fest nach Gornja Radgona. Im Herbst 2004 hatten die Harmonikafreunde Besuch eines Akkordeonorchesters aus Gornja Radgona und die beiden Orchester gestalteten einen eindrucksvollen Konzertabend. Nach gegenseitigen
Besuchen der Stadt- und Gemeinderäte verständigten sich die politischen
Gremien darauf, im Jahre 2006 die Partnerschaftsurkunden für die
Städtepartnerschaft Gornja Radgona - Bruchsal-Helmsheim zu unterzeichnen.
Und was bot sich mehr an, als diesen Festakt anlässlich des Kelterfeste im
Juli 2006 in Helmsheim offiziell und öffentlich zu feiern. Im Beisein des slowenischen Generalkonsuls unterzeichneten Bruchsals Oberbürgermeister Bernd Doll und Bürgermeister Anton Kampus aus Gornja Radgona die Urkunden.
Sie bekräftigten dabei den Wunsch zur "Zusammenarbeit in Frieden und Freiheit" wie es in den Urkunden festgeschrieben ist.
Der Festakt wurde eingeleitet von den Harmonikafreunden Helmsheim mit der Europa-Hymne, die Unterzeichnung der Urkunden umrahmte ein Brass-Quintett aus Gornja Radgona und zum Abschluss intonierte der Musikverein Helmsheim die Nationalhymnen. Am 16. September wird mit dem Festakt in Gornja Radgona die Partnerschaft endgültig besiegelt. Bilder vom Kelterfest und der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde! |
|
Reisebericht über die Musikerreise vom 01.-04. Oktober 2010 Am 01. Oktober pünktlich um 5 Uhr morgens startet der Bus mit
dem Musikverein Helmsheim, einer Delegation der Stadt Bruchsal und des
Ortschaftsrates und weiteren Gästen in die Partnerstadt Gornja Radgona nach
Slowenien. Anlass war die Einladung zum 60-jährigen Jubiläum des dortigen Pihalni Orkester.
Beim Sektfrühstück nach der ersten Etappe ließ sich die muntere Reisegesellschaft
auch vom Regen nicht abhalten und pünktlich erreichten wir unser Quartier „Therme Radenci“, wo wir hervorragend
untergebracht waren. Der Geschäftsführer ließ es sich nicht nehmen, uns
persönlich durch den Hotelkomplex zu führen und die Wellness-Landschaft
wärmstens zu empfehlen. Am Abend waren wir von unseren Gastgebern zu einem
rustikalen slowenischen Essen mit den entsprechenden Getränken eingeladen
und die Stimmung erreichte ihren ersten Höhepunkt, als unser Predsednik – in
Slowenien ist der Vorstand immer ein Präsident – auf seinem Akkordeon
aufspielte. Den Samstagvormittag nutzten wir ausgiebig zur Erkundung der
Thermen in den unterschiedlichsten Temperaturen. Dann stand die Besichtigung
des Musikerheims an, das sich die Musikfreunde aus einem Bahnbetriebsgebäude
umgebaut haben – ein echtes Schmuckstück! Den ersten musikalischen Akzent
setzten wir im Seniorenwohnstift mit einem Platzkonzert. Und dann ging’s ins
Messezentrum zum Musikantentreffen mit den Gastkapellen aus Slowenien,
Kroatien und der Stadtkapelle Bad Radkersburg aus Österreich, dem direkt
angrenzenden musikalischen Kooperationspartner unserer Gastgeber. Jede Kapelle
zeigte sich von ihrer besten Seite und so wurde das Konzert zu einem absoluten
Musikgenuss, der durch drei gemeinsam gespielte Musikstücke noch getoppt
wurde. Danach gab’s spontane Freihandmusik der Helmsheimer, die auch die
kroatischen Gäste auf das Parkett forderten und wir bekamen einen Eindruck
davon, welches Tempo und Feuer in der Musik unserer südöstlichen Nachbarn
steckt! Die anschließenden Feiern dauerten bis weit in die Nacht hinein. Für
den Sonntag stand Kultur auf dem Programm. Wir spielten vor der alten Kirche
in Negova ein Standkonzert und hatten das Vergnügen im Weinkeller des
Pfarrherrn zum Umtrunk eingeladen zu sein, die Musik lieferte Slavko Avsenik
aus dem Auto des Pfarrers dazu. Sehenswert danach das zur Hälfte restaurierte
Schloss in Negova, das neben einer begeisternden Aussicht auf die Landschaft
auch den harten Kontrast zur alten Ruine darstellte. Mit einer kleinen Bahn
ging’s durch die Weinberge nach Gornja Radgona zurück, um im mächtigen
Champagner-Keller, dem Keller "Unter dem römischen Rad" und dem Keller "Unter
dem Wasserfall" über die Produktion des „Goldenen Sektes“, dem qualitativ
hochwertigen absoluten Exportschlager, alles Wissenswerte zu erfahren. Den
Abschluss gab’s in einem Buschenschank, einer Besenwirtschaft, bei spontaner
slowenisch-deutscher Akkordeonmusik, die auch hier wieder unter Beweis
stellte, dass Musik einfach keine Grenzen kennt und manchmal auch keine Noten
dazu braucht. Zur Abfahrt am Montag früh stellte sich auch die Sonne ein und
unser Gastland zeigte sich von seiner besten Seite, was den Abschied noch
schwerer machte. Aber unser Busteam führte uns souverän wieder nach Helmsheim
zurück. Allen Teilnehmern wird diese Reise sicher noch lange in bester
Erinnerung bleiben und es wäre nicht verwunderlich, wenn sich die Musiker aus
den beiden Partnerstädten irgendwann wieder zusammenfinden. Ein abschließendes
großes Dankeschön allen, die zur Organisation und zum Gelingen dieser Reise
beigetragen haben! Bilder vom Besuch des MVH in Gornja Radgona zum 60-jährigen des Pihalni-Orkester |
|
|
|
|