Vorstände seit 1958

Josef Schwarz

Oktober 1958 - April 1965

Ludwig Zorn

April 1965 - Januar 1970

Emil Häffele

Februar 1970 -  Dezember 1976

Erich Schwedes

April 1977 - Februar 1986

Richard Bucher

Februar 1986 - April 2002

Hans-Joachim Böhler

seit 2002
   

Dirigenten seit 1958

Karl Hähnle Oktober 1958 - März 1960
Kurt Brüggemann April 1960 - Oktober 1966
Helmut Hahn Oktober 1966 - Februar 1986
Gebhard Wippert Februar 1986 - Juli 1986
Dietmar Schulze Juli 1986 - März 1992
Karsten Göbel April 1992 -  Mai 1992
Bernhard Pestak September 1992 -  Juni 1993
Christian Buss

September 1993 - März 1995

Winfried Nies seit April 1995

Chronik

Die ganz ausführliche Beschreibung unserer Vereinsgeschichte haben wir in der Festschrift zum 50jährigen Jubiläum zusammengestellt.

Wenn Sie interessiert sind - fragen Sie uns danach, einfach per Mail an mv.helmsheim@web.de

 

Musikverein Helmsheim - wirklich erst seit 1958?

Es liegen leider keine Dokumente oder Aufzeichnungen vor, die einen Vorgänger des Musikvereins beschreiben, aber es existieren Bilder aus den späten 20-er und den 30-er Jahren, die Helmsheimer Bürger mit Musikinstrumenten zeigen. Und es gibt einen Abschnitt in der Festschrift zum Bezirksmusikfest 1962 über die Gründung und die Aktivitäten eines "Musikvereins Einigkeit" in Helmsheim. Der Chronist berichtet dort über Gründungsmitglieder, eine Vorstandschaft und er führt aktive Musiker an, die auch bei der Neugründung 1958 eine tragende Rolle spielten.

Der Wortlaut dazu findet sich in der Festschrift zum 50-jährigen Bestehen, die Bilder sind hier eingestellt:

 

 

 

Die Chronik zum 25-jährigen Jubiläum 1983 berichtet über die Vereinsgründung wie folgt:

 

"…Den musik- und gesangsverbundenen Karl Hähnle, der schon Dirigent des oben beschriebenen Musikvereins war, bewegte schon lange der Gedanke, mit einer Blasmusikkapelle das kulturelle Ortsgeschehen zu bereichern. War es doch bisher so, dass man aus freudigen und bewegten Anlässen immer auf eine auswärtige Kapelle angewiesen war. Auf seine Initiative fand deshalb am 23. August 1958 im Nebenzimmer des Gasthauses zum Rappen eine Besprechung statt, die der Vorbereitung der Gründungsversammlung diente. An dieser Besprechung nahmen teil:

Bürgermeister Karl Theodor Schwedes

Karl Hähnle

Albert Jäger

Rudolf Steiner

Emil Schmidt und

Karl Feldmann,

wie der uns allen unvergessene Albert Jäger im ersten Protokoll festhielt. Es wurde beschlossen, eine offizielle Gründungsversammlung einzuberufen.

 

Die Gründungsversammlung fand am 4. Oktober 1958 im Gasthaus zum Rappen statt und wurde von Albert Jäger geleitet.

Es wurde dabei beschlossen, eine Liste über die an einer aktiven Mitgliedschaft und über die an passiver Mitgliedschaft interessierten Personen auszulegen.

 

In die Liste als aktive Mitglieder haben sich folgende Personen eingetragen:

Helmut Bucher

Werner Fröhlich

Peter Koch

Erich Schwedes jr.

Edgar Weschenfelder

Karl Frieder Ackermann

Hermann Schmidt II

Erich Häffele

Niklas Schühly

Hermann Schwibach

Magnus Schühly

Georg Moldan

Emil Schmidt

Peter Beran

Alfons Vogel

Karl Hähnle

Als passive Mitglieder haben sich, wiederum der Reihenfolge nach, folgende Personen eingetragen:

Karl Albrecht

Manfred Braun I

Valentin Bauer

Wilhelm Dummler

Emil Feldmann

Albert Jäger

Josef Schwarz

Josef Schühly

Rudolf Steiner

Bernhard Specht


 

Die Gründung erfolgte mit insgesamt 26 Mitgliedern, die nunmehr die erste Vorstandschaft wählen konnten, die sich wie folgt zusammensetzte:

 

1. Vorstand: Oberlehrer Josef Schwarz

Dirigent: Karl Hähnle

Schriftführer: Albert Jäger

Kassier: Erich Häffele

Beisitzer: Rudolf Steiner

Emil Schmidt

Alfons Vogel

Josef Schühly

Vereinsdiener: Manfred Braun I

 

Es war ein großes Ereignis und wurde von der Einwohnerschaft mit Freude aufgenommen, dass es gelungen war, einen Musikverein im Ort zu gründen. Mit großer Unterstützung durch die Einwohnerschaft, die Gemeindeverwaltung und die einzelnen Mitglieder konnten die ersten Instrumente beschafft und der Probenbetrieb aufgenommen werden. Besonders sei hier auch die Unterstützung in Form von gebrauchten Instrumenten durch den Musikverein Wössingen erwähnt. ..."

 

 

Der Musikverein Helmsheim beim ersten Konzert 1959

 

 

Schon bald nach der Vereinsgründung treten weitere Aktive und Passive Mitglieder dem Verein bei, man sieht sich darin bestätigt, eine Lücke im gesellschaftlichen Leben Helmsheims geschlossen zu haben. Wie alle Vereine bleibt auch der Musikverein von Auf's und Ab's in seiner Geschichte nicht verschont. 1960 legt Karl Hähnle den Dirigentenstab nieder, mit Kurt Brüggemann wird ein erfahrener Kapellmeister verpflichtet.

1962 führt der Verein für den Bezirk Bruchsal das Bezirksmusikfest durch. Sternmarsch, Massenchor und Wertungsspiele werden zu einem ersten Höhepunkt der noch jungen Vereinsgeschichte.

Viele vereinseigene Veranstaltungen und Besuche bei den umliegenden Vereinen etablieren den Musikverein Helmsheim in der Region. Helmut Hahn beginnt 1966 mit dem Aufbau einer Jugendkapelle, aus der noch heute einige Aktive zum tragenden Stamm der Kapelle zählen. 1967 übernimmt er auch das Amt des Dirigenten und leitete den Verein musikalisch bis 1986.

Einen großen Anteil an der wachsenden Bedeutung des Musikvereins hat auch die von Dr. Ickler gegründete Unterhaltungskapelle "Die Rotjacken", die den Verein auch weit über die Grenzen hinaus bekannt machen und bis Anfangs der 80-er Jahre in unterschiedlichen Besetzungen zu allen Anlässen aufspielten.

 

 

 

Nach Josef Schwarz führt Ludwig Zorn den Verein von 1965 bis 1970, unter seiner Führung gestaltet der Musikverein die 1200-Jahrfeier von Helmsheim und trägt wesentlich zum Gelingen der Feierlichkeiten bei. Er wird von Emil Häffele abgelöst, in dessen Amtszeit der Eintrag ins Vereinsregister fällt. 1977 übernimmt Erich Schwedes die Vereinsführung, mit ihm an der Spitze werden die Reise nach Kanada und das 25-järige Jubiläum mit dem Konzert der Original Oberkrainer Musikanten mit Slavko Avsenik zu den herausragenden Ereignissen der ersten 25 Jahre.

 

Der Musikverein in den Jahren 1968, 1978, 1983

 

 

Das Jahr 1986 bringt den bis dahin wohl größten Umbruch in der Vereinsgeschichte. Vorstandswechsel, Dirigentenwechsel und die Mitgestaltung des ersten Kelterfestes sind zu bewältigen.

Richard Bucher wird als Nachfolger von Erich Schwedes an die Vereinsspitze gewählt. Eine seiner ersten Amtshandlungen ist die Verpflichtung eines neuen Dirigenten. Nach einem kurzen Gastspiel von Gebhard Wippert fällt die Wahl auf den jungen Dietmar Schulze aus Grünwettersbach, ein Glücksgriff, wie sich schon Tage später beim Kelterfest zeigen wird. Unter seiner Leitung entwickelt sich der Verein musikalisch mit einer fast schon beängstigenden Rasanz. Während die Verwaltung sich um den Auf- und Ausbau der Kelter intensiv kümmert, hat der Dirigent immer wieder neue Ideen und motiviert die Musiker zu neuen Bestleistungen.

Aus der Interessengemeinschaft Alte Kelter entsteht 1989 ein eingetragener Verein, in den sich der Musikverein neben den Landfrauen, dem Gesangverein und den Harmonikafreunden zur Nutzung und Verwaltung des Vereinshauses mit Engagement einbringt.

Zum 30-jährigen Jubiläum wird ein Konzert zugunsten der Lebenshilfe Bruchsal im neuen Bürgerzentrum ausgerichtet und i

m Rahmen des Musikfestes die erste Hitparade auf die Bühnenbretter gestellt.

Das Ausscheiden von Dirigent Dietmar Schulze zum Konzert 1992 bringt für den Verein etwas unruhigere musikalische Zeiten; es fehlt die Konstanz durch mehrere Dirigentenwechsel bedingt, die erst mit der Verpflichtung von Winfried Nies im April 1995 wieder Einzug hält. Er führt den Verein musikalisch ins Jubiläumsjahr.

Nachdem auch in der Jugendarbeit nicht immer alles nur rund gelaufen ist, muss sich der Verein mit einer etwas schiefen Alterspyramide zurechtfinden, die in den "mittleren Jahren" nicht zu schließende Lücken aufweist. Mit Hedwig Bouc-Zimmermann und ihren Vorgängern im Amt ist seit nunmehr gut 15 Jahren auch in diesem Bereich wieder Kontinuität eingekehrt, wenn auch von den vielen Kindern immer noch zu wenige den Sprung ins Orchester und das Verbleiben dort wagen. Umso erfreulicher ist dabei die Zahl der Jugendlichen, die erfolgreich die Prüfungen zu den Leistungsabzeichen des Bundes Deutscher Blasmusikverbände BDB in den Kategorien Junior, Bronze, Silber und Gold absolvieren. Die Jugendarbeit ist aus gutem Grund eines der wichtigsten Anliegen unseres Vereins und mit unserem derzeitigen Jugendausbildungs-Konzept sind wir hier sicherlich auf einem guten Weg.

 

Der Musikverein 1989 und 1998...

... und im Jubiläumsjahr 2008: Jugend, Blasorchester und Vorstandschaft

 

 

Der Musikverein ist aber über all die Jahre auch stets bedacht, mit neuen Kontakten und Ideen für Abwechslung zu sorgen. So kommen im Laufe der Zeit immer wieder Verbindungen zu Kapellen im In- und Ausland zustande, meist auf Grund persönlicher Kontakte einzelner Mitglieder, die teilweise bis heute gepflegt werden. Erinnert sei an die Beziehung nach Rum in Tirol zur dortigen Bundesmusikkapelle, an die Verbindung nach Guldental, die zahlreichen Besuche und Gegenbesuche mit den Orchestern von Peter Meijers aus Fijnaart in Holland und nicht zuletzt zum Musikzug der Feuerwehr in Banteln, der uns zum Jubiläumsfest schon seinen Besuch angekündigt hat.

Auch für die jährlichen Musikfeste werden stets neue Ideen geboren: Hitparade, Boßelturnier und jüngst auch das "Helmsemer Bulldogtreffen" locken neue Gäste aus Nah und Fern nach Helmsheim, die wir gerne unterhalten und bewirten.